Und darin bin ich echt gut, das weiß ich auch. Aber der Verstand entwickelt sich ja bekanntlich weiter und inzwischen bin ich dazu übergegangen, nicht ein „ich- versuch-mal-das- es- keiner-rausfindet“-Arschloch zu sein, ich neige langsam einfach dazu, mich ganz offen mit Ellebogen durchzuboxen. Ich glaube, jeder muss manchmal einfach beide Backen zusammen kneifen um sich durchzusetzen und man muss sorgsam aussuchen, zu wem man denn gerne Arschloch sein will.
Ich habe gestern ganz offen vor allem mir selber gezeigt, wie gut ich das hier in Australien gelernt habe. Meine Chefin wollte mich nicht bezahlen. In der letzten Zeit war das Arbeiten mit ihr nicht besonders angenehm. Sie hat zwar immer wieder betont, dass ich ganz gut bin, wollte mir aber von dem ohnehin schon geringem Gehalt Geld für jeden Fehler abziehen. Das war die reinste Frechheit. Und sie wurde noch dreister, als sie mich gestern gar nicht bezahlen wollte!!!
Und da wurde ich dann echt mal richtig wütend.
(Es ist für Menschen, die mich nicht richtig gut kennen(und dazu zählen ganz besonders Chefs.), nicht so einfach, mich ERNSTHAFT aus der Ruhe zu bringen.)
Ich habe ja schwarz gearbeitet. Und deshalb habe ich ihr ganz schnell klargemacht, dass ich schneller bei der Steuerbehörde bin als sie Gebühren sagen kann. Darauf hin hatte ich 5min später mein Geld in der Hand, vollzählig ohne Abzüge für Fehler, und bin gegangen. Da waren sie, meine Ellebogen, und sie waren spitz und hart. Nicht angenehm für sie.
Aber manchmal muss man eben Arschloch sein.
Also suche ich jetzt nach einem anderen Job, ich habe mich heute bei einigem beworben und die nächsten Tage gehts weiter.
Ansonsten gibt es nicht viel neues. Ich habe hier super viel Spaß, auch wenn die Jobsucherei meistens echt nervt.
Ich habe zwei sehr coole Menschen kennen gelernt. Zum einen Adam. Er wohnt hier in Adelaide und letzten Mittwoch, am Australienday, sind wir zu der besten Pool-Party überhaupt zu ihm gegangen. Er hat ein hübsches kleines Haus mit einem Swimmingpool und es waren tolle Leute da.
Es war echt einmalig für Backpacker....und er hat mir und Luke Cricket beigebracht, was echt gar nicht so einfach war wie es aussieht. Abends haben wir dann noch ein bisschen Gitarre gespielt und gesungen und dann mussten ich und Luke auch schon los.
Alles in einem ein toller Abend...
Da habe ich auch Julia kennen gelernt. Sie ist auch als Backpackerin durch Australien gereist und kommt aus München.
Jedoch hat sie sich einen Australier gekrallt, ihn geheiratet und bleibt jetzt einfach ganz in Australien. Ich habe schon mit Luke gespaßt, ob das nicht eine Option wäre, aber daraus wird wohl nichts werden. Ich mag Deutschland ja schon, oder zu mindestens einige der Menschen dort. Für immer will ich nicht wirklich bleiben^^
(Cannon St. in Adelaide)
Achso, und ich habe mal, einfach mal nur um eure Vorstellung davon, wo wir schon waren zu verfestigen, eine kleine Karte angefertigt;)
Ja, so viel ist es noch nicht, aber es wird ja mehr;)
Ich glaub, das werde ich jetzt bei jedem Ortswechsel mal machen...
na dann, liebe Grüße, eure Ly







