Jaja...ich
weiss...ich habe es ein bisschen schleifen lassen... aber waehrend
ich, Diddy und Luke reisten, hatte ich fast nie Zeit fuer irgendwas.
Gerade ueber die letzten 2 Monate sind wir „hardcore“ gereist.
Jeden Tag stand was anderes auf dem Plan.
Wenn wir nicht gerade in
nem Bus oder Zug sassen (...40std unterwegs von Vang Vieng( Laos)
nach Siem Riep(Cambodia) ...30std unterwegs von Hanoi(Vietnam) nach
Luang Prabang(Laos)...35std im Zug von Hoh Chi Minh City nach
Hanoi(in Vietnam)....) dann sind wir jeden Tag unterwegs gewesen.
Jeden Tag stand was auf dem Programm, ob’s Touren waren, die wir
gebucht hatten oder selbst organisierte Dinge.
Ich ordne unsere
Erlebnisse mal nach Laendern. Dies wird bestimmt wieder einganz
schoen langer Blog, aber ich bins euch schuldig, ich habe so lange
nicht berichtet, was passiert ist.
Ich beende nur
zuerst unsere Erlebnisse in Indonesien.
Wir haben Materam
verlassen, das Essen mt Takkas Familie war sehr lecker und wieder mal
haben wir festgestellt...Indonesier sind sehr gastfreundlich. Zwei
Tage spaeter sind wir nach Kuta Lambok gefahren und direkt am
naechsten morgen wandern gegangen. Wir sind einen kleinen Vulkan
hochgewandert....da es aber nach kurzer Zeit so um die 40grad war,
hatten wir ganz schoen zu kaempfen, da hoch zu kommen. Als wir jedoch
oben waren(komplett verschwitzt und alles Wasser war alle), aben wir
einen Kokusnussbaum gefunden und uns eine Kokusnuss aufgemacht und
sie dann getrunken.
Den folgenden Tag
sind wir zurueck nach Bali, Lovina, gefahren, zu der
Hindu-Zeromonie. Das war absolut interessant. Wir haben uns einen
Sarong angezogen, die traditionelle Kleidung in Bali, und haben dann
unseren Obstkorb, den wir als Geschenk fuer Katuts Familie gekauft
haben, an die Goetter geopfert. Zum Glueck darf Mann/Frau den
Obstkorb danach wieder mitnehmen. Bei der Opfergabe haben wir uns mit
Wasser betroepfelt und uns nassen Reis an Stirn und Dekoltee geklebt.
Die Familie hatte vorher schon ein Schwein nach einem speziellen
Ritual getoetet(leider musste ich feststellen, dass es nach
muslimiescher Art getoetet wurde, kurz: Kehle durchgeschnitten und
ausbluten lassen. Bin ich strikt dagegen!)und dies wurde dann als
weitere Opfergabe benutzt.
| Priester sendet Wuensche an die Goetter |
| Mo singt zu den Goettern, um fuer gutes Glueck zu bitten |
Die Familien hatten ausserdem wochenang
daran gesessen, Girlanden und Koerbchen aus Blaettern und
getrocknetenBlumen zu machen. Die wurden dann den Tag davor mit Obst,
Eiern, Blumen , toten Tieren und vielen anderen Dingen gefuellt, was
stundenlang dauerte, weil die Masse an Koerbchen schlichtweg
unglaublich war. Am Tag der Zeremonie wurde dann der Zeremonieplatz
schnell errichtet, er bestand aus einer auf dem Boden ausgelegten
Plane und einem Blaetterdach. Die Opfergaben, sowie Raeucherstaebchen
und alles andere wurde nach einem gewissen Muster verteilt. Der
Priester und seine Frau haben dann mit allen anderen traditionelle
Lieder gesungen um mit den Goettern zu kommunizieren. Die Zeremonie
ging etwa 2 std, dann sind alle das Schwein essen gegangen. Es war
wunderbar tolle Erfahrung, von der ich ungaublich froh bin, dass
unser Freund Katut und seine Familie uns all das gezeigt haben.
Den folgenden Tag
sind ich und Luke noch mal wandern gegangen, abends haben wir unsere
letzte Zeit mit der Familie genossen, dann gings mit dem Auto nach
Denpasar , Bali, und mit dem Flugzeug nach Kualur Lumpur.
Malaysien,
Kualur Lumpur, 28.10.11-
In Malaysien
angekommen sind wir in das erste Hostel. Kualu Lumpur ist fuer uns
eine ziemlich teure Stadt. Unser eigentlicher Plan war ja durch
Malaysien hoch nach Thailand zu fahren, von dort nach Laos und dann
nach Cambodia. Da in Thailand aber zu dem Zeitpunkt (-und auch den
folgenden Monat-)Ueberschwemmungen herrschten und gerade im Norden
keine Chance zum reisen war, mussten wir unseren Plan aendern...und
wir sind zur vietnamesischen Botschaft in Kualur Lumpur um unser Visa
fuer Vietnam zu beantragen, was uns 100$ kostete und der Flug nochmal
120$ pro Nase, was Ausgaben waren, mit denen wir nicht gerechnet
hatten. In Kualur Lumpur haben wir uns die Patronas Towers angeschaut
und verschiedene Maerkte. Wir haben auch noch einige Dinge gekauft,
die wir brauchen, wodurch wir unsere Tage in Kualur Lumpur gut
ausnutzten. Ausserdem waren wir noch in dem Batu-Cave, was ein
Hindu-Tempel in einer grossen geschmueckten Hoehle ist. Davor steht
ein riesengrosse goldene Statue und verschiedene andere Figuren
aus der Hindu-Religion(wie Hanuman, Shiva und Ganesh). Um in die
Hoehle zu kommen, mussten wir erst einmal einge hundert Stufen hoch
laufen...
Den folgenden Tag
sind wir zu einem straight-edge- hardcore-punk- metal Konzert
gegangen, welches um 2pm losging und 11 Bands dabei hatte. Die Leute
haben zwar keinen Alkohol und/oder andere Drogen konsumiert,sind aber
trotzdem abgegangen. Es gab Moschpits und Pokos, Headbanging und ich
habe mich total gefreut, als ein Maedchen Saengerin einer Hardcore
Band war und uuueeebelst gut groehlen konnte...sieht Mann/Frau
einfach echt selten.
Diddy
war gluecklich, als dann eine ziemlich gute Punk-Band
Dropkick-Murphy’s gecovert hat und dann noch die
Kommunistisch-Internationale in malaysisch sang. Die Band haben wir
dann auch noch kennen gelernt und sind mit denen dann essen gegangen.
Es war echt cool, die Szene in Malaysien zu sehen. Ich habe auch noch
Ema getroffen, die wie ich auf Black- und Deathmetal steht, mir
jedoch erzaehlt hat, dass es kaum eine Szene in Malaysien gibt, weil
Konzerte nicht erlaubt sind.
Dann ging unser Flug
auch schon nach Vietnam, mit einer anderen Airline als
AirAsia...Malaysia Airlines...juhu, freie Getraenke und essen...super
bequeme Stuehle...leider nur fuer 3std.
Vietnam: Hoh Chi
Minh City, Hanoi, Sa Pa, Halong Bay.
In Hoh Chi Minh
City(HCMC) angekommen sind wir in das Backpackervirtel Phan Ngu Nao
in ein kleines aber guenstiges Zimmer gezogen. Erst haben wir uns die
Stadt an dem Tag noch ein bisschen angeschaut und uns mit dem Verkeht
vertraut gemacht(in HCMC leben 6mio Menschen und es gibt 5mio
Motorraeder...unglaubliches Chaos, an den Kreuzungen fahren hunderte
Motorraeder in jede Richtung durcheinander, dazwischen grosse Busse
und LKW’s.....wir dachten, mehr Chaos kann auf Strassen nicht sein,
haben aber festgestellt, dass Indien das noch uebertrumpft. ).
Am naechsten Tag
gings zu den Chu-Chi Tunneln, welche im Vietnamkrieg erbaut wurden
und etwa eine Gesammtlaenge von 200km haben. Wir sind durch
verschiedene Tunnel durchgekrabbelt und Diddy und Luke haben die
Gelegenheit genutzt, fuer ein paar Dollar eine M1 zu schiessen. Ich
nicht. Auf jeden Fall nicht.
Die Tunnel waren
sehr interessant , es hat mir sehr viel gezeigt....ueber die
Mentalitaet der Vietnamesen, die meisten von ihnen sehr patriotisch.
Es ist nun einmal ein ehemals kommunistisches Land, heute ein
sozilistisches.
Vieles erinnert an die DDR, die Plakate, die ueberall
an den Strassen haengen...stolze arbeitende Vietnamesen schauen hoch
auf ihr Land...sieht aus, wie direkt aus der DDR importiert.
Unser Reisefuehrer
hat uns stolz beichtet, dass die Vietnamesen den Krieg gegen die USA
gewonnen haben. Es wurde von den Heldentaten einzelner Vietnamesen
berichtet, stolz, wie viele Ammis sie auf unterschiedliche Art
getoetet haben. Von Heldentaten.
Zu dem Zeitpunkt war ich eher
angeekelt...von Ammis und Vietnamesen natuerlich. Spaeter sind wir
dann ins „War Remnandt Museum“ gegangen. Auch dort wurde alles
natuerlich sehr von der Seite der Vietnamesen berichtet. Die boesen
Amerikaner. Waren sie ja auch! Wer sich die Todeszahlen auf den
unterschiedlichen Seiten anschaut, muss schon schlucken. Und man
liest ueber Agent Orange, einem Giftgas, welches zuerst auf ein
Stueck Land gesprueht wurde, dann eine Benzinbombe drueber und
schwubbs...schon hat man einen Landeplatz. Schon Mist, wenn das Zeug
ins Grundwasser kommt und hunderte Menschen sterben oder verkrueppe;t
geboren werden. Ganze Generationen haben da jetzt was von.
Wie gesagt...einige
Dinge waren echt ein bisschen...hm....zu patriotisch, aber die Bilder
bleiben einem im Kopf. Und wer kann es den Vietnamesen veruebeln,
dass sie so sind, wie sie jetzt sind? Sie haben immerhin einen Krieg
gewonnen. Eher schlecht als recht, die Narben sind tief...
Dieser Tag war eine
krasse Erfahrung, der vergangene Krieg war mir von da an immer vor
Augen, wenn ich mit den Menschen hier geredet habe. Ich hatte einige
Tage was zu denken...und so eine richtige Meinung habe ich mir immer
noch nicht gebildet. Wir waren ja nur 2 Wochen in Vietnam, man brauch
fuer dieses Land einfach mehr Zeit. Die Geschichte ist zu lang, um
sie in kurzer Zeit erzaehl zu bekommen.
Nach ein paar Tagen
in HCMC gings mit dem Zug in den Norden nach Hanoi. Der Weg dorthin
ist lang,30 std in einem Nachtzug mit Schlafwagon. Es war mein erstes
mal in einem Zug mit Bett, ich wollte das ja immer schon mal machen.
Und ich liebe es. Es war die perfekte Art, mal einen Tag zu
entspannen, nach den wir in den letzten Wochen jeden Tag so viele
Dinge taten. Einfach ein bisschen lesen, „Big Bang Theorie“
schauen oder Karten spielen. Ich kann in Zuegen wunderbar schlafen,
das Ruckeln beruhigt mich;)
In Hanoi angekommen
haben wir Lisette getroffen. Sie kommt aus Holland und wir sind
erstmal „Pho“ essen gegangen. Morgens um 5...eine Nudelsuppe, die
in Vietnam zu jeder Uhrzeit gegessen wird. Echt lecker, aber nach ein
paar Tagen kann man sie nicht mehr sehen.
Wir haben uns dann
ein guenstiges Hotel gesucht und uns die Stadt angeschaut. Wir sind
ins Hoh Chi Minh Museum gegangen(wieder einige
sehr...hm....verzerrte(?) Darstellungen), da haben wir auch Lisette
wiedergetroffen.
Wir hatten schon
unser Ticket gebucht, denn am naechsten Tag wollten wir nach Halong
Bay im Osten von Hanoi, fahren. Sie hat sich gleich entschieden,
mitzukommen.
Also sind wir am
naechsten Tag nach Halong Bay. Schaut euch die Fotos an, es war
wunderschoen. Wir sind auf einem traditionell vietnamesischen Boot
nach Katbar Island gefahen, abends dort die erste Nacht geschlafen.
Am naechsten Tag sind wir auf der Insel wandern gegangen uns aufeinem
Berg gelandet, von dem man eine wunderschoene Aussicht hatte.
Dann hat uns unser
cooles Boot abgeholt und dort haben wir dann die Nacht verbracht. Den
letzten Tag gings mit dem Kayak durch ein schwimmendes Dorf
(„floating village“) und durch einige Hoehlen. Es war
wunderschoen, wir haben auch wunderbare Menschen getroffen.
Dann gings wieder
nach Hanoi zurueck und direkt am Abend mit dem Nachtzug nach Sa Pa,
was ganz im Norden von Vietnam nahe der chinesischen Grenze ist. Auch
da kam Lisette mit, sie ist wirklich ein klasse Mensch. Total gerade
raus, sagt genau das was sie denkt.Aber auf eine total coole Art.
Um 8h morgens in Sa
Pa angekommen habe ich mir erstmal noch ein bisschen bessere
Wanderausruestung besorgt. Eine gute Regenjacke und einen
Fliespullover, weil ich ja in der naechsten Zeit viel wandern wollte.
Um 10h sind wir dann auch schon losgewandert, unsere ganz tolle
Tourfuehrerin Phan hat uns zu einigen Wasserfaellen gebracht, dann
gings wieder zurueck nach Sa Pa. Abends haben wir dann die Stadt
angeschaut und sind ein bisschen ueber den Markt geschlaendert.
| Frau in Sa Pa in traditioneller Kleidung |
| Kinder spielen am Strassenrand |
| Luke und links Phan |
| Sa Pa, Frauen in traditioneller Kleidung |
| Phan´s Tochter |
Am nachsten Morgen
wanderten wir zeitig in ein traditionelles Dorf. Da hat Phan uns ihre
Familie vorgestellt. Wir haben in einem Homestay geschlafen wo es
kostenlosen selbstgebrannten Reiswhiskey gab. Da sagt der arme
Backpacker natuerlich nicht nein und wir haben an dem Abend mit
Lisette und einem niederlaendischen Rentnerpaar einiges getrunken.
Am naechsten morgen
sind wir mit einem kleinen Katerchen aufgewacht, der war aber nach
einem grossen Kaffee wieder weg. Lisette und das Ehepaar sind eine
andere Route als wir drei gelaufen. Wir haben Phan gefragt, ob sie
uns nicht einen schwereren und laengeren Wanderweg zeigen koennte, wo
nicht ganz so viele Touristen lang laufen. Wir sind dann hoch in die
Berge, immer hoeher und hoeher. Zwischen Reisfeldern und
Bambuswaeldern hindurch...auf einem Berggipfel gelandet. Phan hat uns
erzaehlt, dass sie dorthin noch keine Touristen hingefuehrt hat, weil
die meisten nicht interessiert waeren oder nicht solche Wanderfans
sind. Es war wunderbar, ein tolles Erlebnis. Abends gings mit dem
Nachtzug zurueck nach Hanoi und abends mit einem Schlafbus nach Laos.
| Auf dem Berg angekommen |
| durch Reisfelder hindurch |
Laos: Luang Prabang,
Vang Vieng, Vientienne
Der Schlafbus
dauerte 30std und bestand aus umklappbaren Sesseln. Ich mag
Schlafbusse. Mann/Frau kann den ganzen Tag aus dem Fenster gucken,
Musik hoeren und die Landschaft betrachten.
Laos Landschaft ist
ganz besonders schoen....wunderschoene Berglandschaften im tiefen
Regenwald...Lianen haengen manchmal ueber der Strasse. Der Bus fuhr
in schlaengellinie den Berg hoch und dann wieder runter. Fuer Luke,
der sehr schnell Reisekrank wird, eine Torture. Fuer mich kein
Problem, ich mag reisen in jeder Form.
In Luang Prabang
angekommen haben wir uns ein sehr guenstiges Hotel gesucht: nur 5$
fuer uns alle die Nacht. Also 1,66$ die Nacht pro Nase, was 1.20Euro
ist. Das bisher guenstigste Hotel, was wir gefunden haben.
Luang Prabang ist
eine wunderbare Stadt und Laos ist ein wunderschoenes Land. Es ist
nicht sehr bevoelkert, an vielen Stellen von unberuehrten Urwald
bewachsen (jedoch schwinden diese Stellen und werden per Brandrodung
durch Nutzland ersetzt.
In Laos wimmelt von bedrohten Tierarten!). In
Laos gibt es nur wenige grosse Staedte, der Grossteil der
Bevoelkerung lebt in kleinen Doerfern im Wald, meistens unter den
einfachsten Bedingungen. Die Menschen in Laos sind sehr freundlich
und weltoffen, ausserdem auch sehr relaxed. Sie sind ein krasser
Kontrast zu den Menschen in Vietnam, die immer hart arbeiten und
deren Mentalitaet eher unherzlicher ist(das bezieht sich natuerlich
nicht auf alle, aber der erste Eindruck wirkt so. Wie weiter oben
beschrieben brauch man in Vietnam meiner Meinung mehr Zeit als nur 2
Wochen, man kann in so kurzer Zeit die Menschen und das Land nicht
richtig verstehen....was mir nicht gelungen ist. ).
Die Menschen in
Laos, obwohl sie so arm sind und so ein hartes und meistens kurzes
Leben haben, sind so herzlich und Laecheln einen einfach in egal
welcher Situation immer noch an, dass es fast ein Schock ist, wenn
man die Grenze von Vietnam nach Laos ueberquert. Es herrscht zwar
immer noch ein Verkehrschaos, aber es kommt einem garnicht so vor,
wenn man gerade aus Vietnam kommt.
An der Strasse in
Luang Prabang stehen ueberall Sandwichstaende, die einem die besten
franzoesischen Baguettes machen (Laos war wie Vietnam
zwischenzeitlich unter franzoesischer kollonial Herrschaft) und man
trinkt dazu am besten einen Mango-Ananas- Milchshake oder einen
Cockie-Banana- Milchshake, direkt vom Stand nebenan.
Nachdem wir uns zwei
Tage Laos angeschaut haben, haben wir unsere Wanderrucksaecke gepackt
und uns eine Wanderkarte aus dem Internet gezogen. Die zu finden war
nicht so einfach.
Dann sind wir ueber
den Mekong auf die andere Seite des Flusses gefahren. Interessant
war, dass kaum ,waren wir ueber den Fluss drueber und vielleicht 5 km
gelaufen, begegneten uns kaum Menschen. Wir liefen nur durch 3
Doerfer durch, welche beide sehr klein waren.
Die ersten 12km
liefen wir groesstenteils durch das Tal, danach ging es dann aber
bergauf. Aber sowas von bergauf! Da es ungefaehr um 2 war, als wir
starteten, machte uns die Mittagshitze zu schaffen. Vorallem Luke
hatte Probleme, die etwa 13km bei steilem Anstieg heraufzukommen. Ich
hatte weniger Probleme, jedoch verbrauchte Luke beinah all unser
Wasser, wodurch ich nicht wirklich viel trank. Wir waren also alle,
als wir etwa um 5.30pm im Dorf am Berggipfel ankamen, echt kaputt.
Zwischenzeitlich
habe ich, waehrend ich auf Diddy und Luke weiter oben wartete, eine
etwa 50cm lange schwarze Schlange mit roten Punkten gesehen. Sie lag
etwa 4m von mir entfernt in der Sonne und nach 2min ist sie davon
geschlaengelt. Ich konnte leider kein Foto machen, Diddy und Luke
hatten zu der Zeit die Kamera.
Auf dem Berg
angekommen, haben wir dann erstmal das Dorf angeschaut, in dem wir
angekommen sind. Es sah genau so aus, wie ich mir europaeische
Doerfer um die 1000n.Chr. vorstelle.
Es gab keine
Elektrizitaet, ueberall rannten Kinder und alle moeglichen Tiere
herum. In diesem Ort waren offensichtlich sehr lange keine Touristen
gewesen, denn die Kinder standen bald alle um uns herum und beaeugten
uns mit grossen Augen. Zum Glueck war gerade ein Student aus Luang
Prabang auch in dem Dorf, ansonsten waere die Kommunikation noch
schwerer gewesen, als sie so schon war. In dem Dorf konnte keiner
Englisch sprechen. Aber Haende und Fuesse sind zum Glueck ja auch ein
gutes Kommunikationsmittel
Wir schliefen also
in einem kaputten eingefallenem Stall, was aber auch schoen war, denn
so hatten wir, als wir einschliefen, eine wunderbare Sicht auf die
Sterne. Die Dorfbewohner kochten uns noch ein einfaches Essen, bevor
wir ins Bett gingen(Reis und Spinat), wofuer wir ihnen ein paar
Dollar gaben. Eigentlch wollte ich noch duschen gehen, bevor es
dunkel wurde, aber da es echt kalt war und die einzigste
Waschmoeglichkeit der Fluss etwa 1km vom Dorf entfernt ist, liess ich
es bleiben.
Am naechsten Morgen
wurden wir von den Haehne geweckt. Der Student bachte uns dann gegen
etwas Geld durch den Urwald auf einem selten begangenen Pfad zum
Mekong zurueck. Das war dann echtes Trecking! Aber auch er wusste
zwischenzeitlich nicht mehr, wo wir enau sind:) Wir waren danach
ueberall von Unkraut zerkratzt, wir kletterten Berge hinauf und
hinunter und liefen durch Reisfelder.
Ich sah unterwegs eine weitere
Schlange, diesmal eine groessere. Die war aber so schnell weg, dass
Diddy und Luke nur noch den Schwanz sehen konnten, als ich
schrie:“Guck mal dort, ‘ne Schlange!“
Der Student zeigte
uns dafuer einige coole Planzen, die man essen kann, und erzaehlte
uns auch so viele Dinge ueber seine Kultur. So erfuhren wir zum
Beispiel, dass die Kinder in dem Bergdorf 3 Tage die Woche
Schulstunden haben, bis etwa zum Alter von 15. Dann koennen sie in
die Stadt gehen und dort ihre Highschool absolvieren, was aber nur
ein paar manchen, weil es teuer ist und ausserdem brauchen die
Familien Hilfe bei den Taetigkeiten, die sie so haben.
Nach einigen Stunden
(so 6 oder 7h) erreichten wir den Mekong und fuhren mit einem Tuktuk,
was ein kleiner Bus ist, wieder zurueck nach Luang Prabang.
Am
naechsten Tag gings nach Vang Vieng, einer Stadt weiter im Sueden.
Einer Partystadt, wie sie selten existiert. Backpacker von allen
Stadten der Welt stroehmen hierher, um die groessten Partys aller
Zeiten zu feiern. Dafuer haben sie und die Bewohner von Vang Vieng
sich etwas ausgedacht, was sich „tubing“ nennt. Meint: in einem
aufgeblasenem Reifen einem Seitenfluss vom Mekong hinuntertreiben und
waehrenddessen an Bars anzuhalten.
Wenn man ankommt
bekommt man einen freien Schnapps und wenn man zu jeder Bar geht,
kann man sich so viele Schnaepse holen, wie man will. Ausserdem kann
man sich Bier oder Eimer „buckets“ kaufen, die gefuellt sind mit
viel viel Alkohol und ein wenig Softdrink...
Kurz, nach der
ersten Bar ist man mehr oder weniger betrunken , dann treibt man in
seinem Reifen zur naechsten Bar, wo Mann/Frau dann unter einer
Wasserdusche tanzt und sich alle Menschen mit leeren buckets mit
Wasser nass machen. Ausserdem kann man von 10m Turm springen oder
sich von einer Riesenrutsche in den Fluss schiessen lassen.( Beim
tubeing sterben jaehrlich einige Jugendliche. Wir waren aber
vorsichtig.) Dann gehts zur naechsten Bar und dort passiert das
gleiche dann noch mal. Es gibt eigentlich sehr viele Bars, aber wir
sind noch nie weiter als zur 3. gekommen. Die meisten anderen auch
nicht.
Dann, wieder in Vang
Vieng angekommen, ist es schon abends um 6 und dann sind wir in einer
„Friends-Bar“ essen gegangen. Oder in einer „South park
bar“...dort konnte man endlos eine Serie gucken und waehrenddessen
leckeres Essen oder Getraenke bestellen. Und danach gings wieder in
der „Q-Bar“ tanzen, bis spaet in die Nacht. Wir haben das drei
Tage lang gemacht, danach war ich echt kaputt und hatte erstmal genug
von Partys. Ich meine, Vang Viengs „tubing“ hatte etwas schwer zu
verstehendes. Die Musik war eigentlich nie meins, aber die Menschen
waren einfach alle so lustig drauf, der Sonnenschein, die vielen
Getraenke..... eine Erfahrung fuer sich.
Cambodia: Siem Riep, Phnom Penh, Sihanoukville, Koh rong island
Danach gings ueber
Vientiene nach Cambodia(Kambodscha, aber ich weigere mich, die
deutsche Schreibweise zu nehmen.), nach Siam Reap. Dort haben wir uns
Angkor Wat angeschaut. Leider nur fuer einen Tag, denn der Eintritt
ist sehr teuer und mehr passte nicht ins Budget.ausserdem war Diddy
nach dem Tag schon ausgetempelt. Dieser Ort laesst sich schwer in
Worte fassen. Am besten ist er zu beschreiben mit atemraubend und
umwerfend. Siehe Bilder unten...
Dann bin ich das
erste mal fuer ein paar Tage alleine gereist, nach Phnom Penh. Leider
habe ich sofort Durchfall und Erbrechen bekommen und lag erstmal fuer
ein paar Tage im Bett. In der gleich Zeit sind Luke und Diddy mit dem
Boot nach Battambang. War anscheinend ein echt schoener Trip. Phnom
Penh wa aber auch toll, als ich wieder gesund war. Wenn Mann/Frau
alleine reist, trifft man viel mehr Menschen. Ich habe zwei ganz
liebe Jungs aus Suedafrika und Spanien kennen gelernt und ein ganz
liebes Paar aus Frankreich. Alle reisten wie ich schon eine weile.
Ausserdem hatte ich ganz viel Spass mit den Tuktuk- Fahrern in Phnom
Penh. Die Menschen in Cambodia sind etwas wie die in Laos, herzlich,
immer zu einem Witz perat
Ich hatte viel zu lachen in den paar Tagen in Phnom Penh. Die ganzen
Leute im Hotel haben sich auch ganz super lieb um mich gekuemmert,
als ich krank war. Sie haben mir Wasser und Bananen gebracht und mir
versucht mit dem einen oder anderem Witz ein Laecheln aufs Gesicht zu
zaubern.
Dann habe ich mich
mit Luke, Diddy und Kalyani, einer Sri-Lankerin/ Englaenderin,
getroffen. Wir sind zusammen an der Suedkueste entlang nach
Sihanoukville gefahren und von dort nach Koh Rong, einer Insel ganz
im Sueden. Ich liebte diesen Ort von dem Moment an, als ich den Fuss
auf den weissen Sandstrand setzte. Ich habe dort gleich ganz
interessante Menschen kennen gelernt.
| Angkor Wat |
| Bayon |
| Bayon |
| vorgespielte Romantik im Dschungel :) |
| Angkor Thom |
| Koh rong island |
| Lagerfeuer am Strand koh rong |
Die Insel hat mich
einfach zum nachdenken gebracht...was ich gerne in der Zukunft machen
moechte und ueber viele andere Dinge. Ich bin ein paar mal zu einem
der einsamen Sandstraende gelaufen, alleine, und habe einfach
ueberlegt. Ich spielte schon seit dem ich meine Tauchpruefungen
gemacht habe mit dem Gedanken, mich witerbilden zu lassen. Auf der
Insel hatte ich dann viele Gespraeche mit einigen ausgebildeten
Tauchlehrern, ueber ihr Leben, ueber ihre Erfahrungen. Ueber den Weg,
den Mann/Frau geht, wenn man sich als Tauchlehrer ausbilden lassen
will. Und irgendwie war mir das schon bewusst, aber dann war es klar:
das ist genau das, was ich machen will. Nach ein paar wunderschoenen
Tagen und vielen Gespraechen verliess ich die Insel, um nach Indien
zu fahren. Die Erfahrung hat mich veraendert.
Indien,
14.12.2011- 16.01.2012, Chennai, Mamallapuram,Puducherry, Bengaluru,
Ooty, Mudumalai National Park
Ach Indien, ach
Indien! Dieses Land ist voller Extreme. Das Essen, die Menschen, der
Verkehr und der damit verbundene Laerm, die Religionen, die Musik,
die Verschmutzung, die Armut und das Kastensystem, die Filme, das
Klima, die Gerueche, die bunte Kleidung....alles Extreme, alle so
stark ausgepraegt, dass es einem erstmal umhaut, wenn man aus dem
Flieger steigt. Am erste Tag in Chennai, einer zu schnell gewachsenen
Industriestadt, traf uns die Erkenntnis mit voller Wucht: Indien ist
anders als Sued-Ost-Asien. Auf den Strassen hupt jeder, egal, ob es
einen Grund gibt oder nicht. Man hupt einfach, zur Sicherheit, falls
doch jemand die Strasse ueberqueren will und einen nicht sieht.
Auf den Strassen
herrscht ein ganz andere Art von geordnetem Chaos. So richtig
durchstiegen habe ich es sogar nach einem Monat noch nicht, denn man
kann da nicht wie in Vietnam langsam in den groove reinkommen. Also
zumindest nicht in einem Monat.
Es fahren riesige
Busse an einem vorbei, so schnell, dass man meistens nur erschrocken
von der Strasse zurueckweicht. Wenn man dann das erst einmal absolut
chaotisch erscheinende Bussystem durchschaut hat(ist eigentich
garnicht so chaotisch. Die Busse haben zwar meistens keine
Fahrzeiten, aber das macht ja sogar Sinn...in Deutschland
funktionieren die Fahrzeiten meistens eh nicht) und sich in einem Bus
wagt, wird man mit einer Frauen-und einer Maenner Seite konfrontiert.
Frauen sitzen auf der linken Seite, Maenner auf der rechten. Frauen
duerfen auf die Maennerseite, Maenner durfen sich jedoch nicht auf
die Frauenseite setzen. Sexismus in Indien mal von der anderen Seite.
In der Regel haben Maenner hier das sagen, vorallem gesellschaftlich.
Politisch aendert sich das gerade, es wurde im Maerz 2010 eine
Frauenquote von 33% im Parlament beschlossen. Damals waren 11%
Frauen vertreten, wie es gerade ist, weiss ich nicht so ganz.
Ich muss noch sagen,
dass die Namen der meisten Staedte vor einigen Jahren alle geaendert
wurden(z.B. Bombay wurde zu Mumbai ), also wenn ihr versucht, meinen
Weg auf einer Karte zu verfolgen, kann es sein, dass ihr eine andere
Bezeichnung findet. Ich werde euch beide raussuchen. Noch ein
bisschen mehr Chaos in Indien;)
Wenn Inder ein
Anliegen haben, reden sie meistens Luke an. Nie wirklich mich. Jedoch
werde ich fast jeden Tag von unglaublich vielen jungen Indern
fotografiert. Oft werde ich auch gefragt, ob sie ein Foto mit mir
machen koennen. Am Anfang war das einfach nur verwirrend, dann nervig
und irgendwann nimmts man einfach nur mit einem Kopfschuetteln hin.
Alle, die es sich irgendwie leisten koennen, haben die neusten
I-phone immer dabei. Alles wird mit vielen Fotos dokumentiert.
Manchmal trifft man einem Menschen auf der Strasse und der stellt
einem dann ueber Fotos seine halbe Familie vor. Wenn man nach dem Weg
fragt stroemen oft von allen Seiten Leute heran, um einem zu helfen.
Manchmal auch nicht, manchmal schuettelt die gefragte Person nur den
Kopf mit dem indischen Kopfwackeln...das kann „ja“, „nein“
oder „keine Ahnung“ bedeuten. Die meisten Menschen hier sind
immer fuer einen Spass gut, sie sind ausserdem sehr gastfreundlich
und helfen immer gerne.
Nach zwei Tagen in
Chennai sind wir nach Mamallapuram(Mahabalipuram)gegangen, oder man
kann es auch fluechten nennen. Chennai ist einfach keine besonders
schoene Stadt, Mamallapuram aber. Es ist eine kleinere Stadt, gehoert
wegen dem wunderschoenen Strandtempel , dem Krishnastein(einem
riesigen Stein, den nur die Hindu-Gottheit Krishna im Glauben vieler
Hindus an den steilen Abhang setzen konnte. Es sieht aus, als koennte
er jederzeit losrollen, nur ein paar kleine Steine halten ihn davon
ab;) ) und sein von Steintempeln und Felsen umrundete Umgebung zum
Unesco- Weltkulturerbe. Ausserdem ist es ein Bildhauerzentrum.
Wir blieben in
dieser Stadt zwei Wochen. Ich nahm jeden Morgen und jeden Abend
1,5std Yogastunden, ausserdem ging ich jeden Tag zu
Meditationsstunden, die ein amerikisches Ehepaar kostenlos morgens
gab. Auch seitdem ich Mamallapuram verlassen habe mache ich jeden
morgen und jeden Abend(wenn moeglich) Yoga. Ich geniesse es und es
gibt mir Ausgeglichenheit in meinem Leben. Es gibt mir Energie und
ich habe seitdem einen sehr klaren Kopf ueber die Dinge, die ich will
und die, die ich nicht will.
Auch ist mir klar
geworden, dass ich das Tauchen liebe. Auch ist mir klar geworden,
dass ich viele Dinge waehrend ich reise und auch davor habe schleifen
gelassen. Ich habe mich daran gemacht, alles im Gang zu setzen, um
alles auf den neusten Stand zu bringen.
Ausserdem habe ich
beschlossen, wieder nach Cambodia zurueck zu fliegen, um dort meine
Ausbildung zum Tauchlehrer zu machen. Meine Familie, meine Mutter und
mein Vater, unterstuetzen mich dabei, was mich absolut gluecklich
macht und mir die zu faellenden Entscheidungen einfacher machen. Denn
dazu gehoert auch, dass ich wohl in naechster Zeit nicht nach Hause
komme. Deutschland wird wohl erstmal eine ganze Weile warten
muessen...
In Mamallapuram habe
ich auch ganz wunderbare und inspirierende Menschen getroffen, die zu
guten Freunden in den zwei Wochen geworden sind. Dazu gehoert Vino,
ein Steinmetz, der seinen eigenen Shop in der Stadt hat. Fast jeden
Tag sassen wir davor und tranken Chai, den leckersten Tee aller
Zeiten(wir nehmen einige Kilogramm indischen Masala- Chai-Tee mit uns
nach Cambodia...ich will einfach nicht mehr ohne ihn leben. In
Deutschland habe ich ja auch „Chai-Tee“ getrunken, aber erst
nachdem Mann/Frau den ersten indischen Chai trinkt, wusste ich, was
fuer einen Mist ich da gemacht habe...).
| Mahabalipuram Seashore Temple |
| Ich, Luke und Vino vor Vino´s Shop |
| Mysore Palace - Luke musste 200 Rupien Bestechungsgeld zahlen um die Kamera wiederzubekommen :) |
| Diddy lernt Bambusgeige in Mysore |
| Mamallapuram |
| Mahabalipuram - Crocodile Bank |
Ausserdem haben wir
ein indisches Studentenpaerchen getroffen und lernten dann viele
ihrer Freunde kennen. Zusammen mit ihnen ignorierten wir Weihnachten
und feierten Silvester.
Ausserdem habe ich
noch zwei weitere Menschen getroffen, die mich inspirierten: Chris,
ein buddhistischer Englaender, der jeden Morgen um 5.30 aufsteht, um
2std Yoga zu machen, und jeden Abend weitere 2std Yoga macht. Und das
schon seit Jahren. Ausserdem meditiert er schon seit Jahren. Ich
hatte sehr interessante Gespraeche mit ihm ueber einige Dinge im
Leben. Er versucht in so einer interessanten Weise seine Umwelt und
sich selber so wenig wie moeglich zu Schaden, z.B., in dem er jeden
Morgen 4 Liter Wasser filtert, mit dem er die naechsten 35 Jahre
Wasser aus dem Ganges filtern koennte(ein krasses Ding).
Ausserdem habe ich
noch Andrea kennen gelernt, die eine Phsychiologin Ende ihrer 50er
ist. Sie hat mich mit zum phillosophieren genommen, in einer Runde
aus einem etwas fanatisch religoesen Israeli, einem sehr christlichen
Studenten und seiner Mutter. Zusammen haben wir dann ueber das Leben
geredet, im Endeffekt ziemlich krass diskutiert. Eine echt tolle
Erfahrung.
Nach den zwei Wochen
sind wir mit den beiden indischen Studenten zurueck nach Chennai, um
von dort aus nach Puducherry(Pondicherry) zu fahren. Leider haben wir
weder Nachrichten noch Wetterbericht gecheckt, deshalb hat uns der
Zyclon absolut unvorbereitet getroffen. Puducherry war danach
vollkommen zerstoert, wir hatten den gesammten naechsten Tag keinen
Strom, alle Stromleitungen, Daecher und Plakate wurden von den
Halterungen gerissen. Unser Zimmer stand halb unter Wasser, viele
Menschen starben durch herumfliegende Teile. Fast jeder zweite Baum
war umgeknickt, ueberall lagen Scherben. Ausserdem war Diddy mal
wieder krank und ich musste eine Apotheke finden, um Medikamente zu
besorgen. Vor der Apotheke stand das Wasser ueber mein Knie und ich
musste durch das dreckige Wasser mir einen Weg durchbahnen. Kein Shop
war geoeffnet. Ich und Luke suchten stundenlang nach einem
Restaurant. Es war eine furchtbare Situation....ich will garnicht
daran denken, wie dies die Menschen in den Slums traf...direkt am
naechsten Tag sind wir dort weg....
Spaeter sind wir
dann nach Bengaluru (Bangalore) mit einem Nachtbus von Chennai aus.
Die Stadt ist weiter im Westen und war mir gleich sympathisch. Sie
liegt etwas hoeher in den Bergen und ist damit viel kuehler als die
Region um Chennai herum. Hier tragen alle Muetze uns Schaal ud es war
auch echt kalt. Wir haben uns den Palast, den Markt und den
botanischen Garten angeschaut. Am naechsten Tag sind wir ins „Wonder
la“, einem Freizeitpark, der ganz tolle Wasserrutschen hatte und
einige coole Achterbahnen und sowas:)
Dann gings nach Ooty
(Udhagamandalam), einer echt schoenen Stadt, 2240m hoch in den
Bergen. Hier ist es noch kaelter, nachts oft unter dem Gefrierpunkt.
Die Luft ist klar, was eine wunderbare Abwechslung zu der Stadtluft
ist. Jeder zweite Stand verkauft selbstgemachte superleckere
Schokoladenpralinen, die Menschen erscheinen mir etwas
zurueckgenommener. Die Strassen sind breit und die Autos ud Rikshas
machen weniger Laerm. Ooty ist von einigen Nationalparks umgeben und
eine super Wanderregion. Leider haben ich und Luke keine Zeit mehr
fuer eine Wanderung wie in Luang Prabang. Mogen fahren wir in einen
Nationalpark, um dort vielleicht ein paar wild lebende Tieger zu
sehen...(mit viel viel Glueck).
Am 16. 01.12 geht
mein Flieger nach Cambodia...das sind nur noch ein paar Tage und ich
muss noch zurueck nach Chennai...ich kann also leider nicht mehr so
viel von Indien geniessen. Ich denke, ich liebe dieses Land. Ich
liebe es und ich hasse es. Mich regen so viele Dinge auf, mich
faszinieren so viele Dinge, ich geniesse so vieles und ich bin von so
vielem genervt. Indien, ich komme zurueck, naechtes mal fuer
laenger....
So ihr Lieben,
fuehlt euch gedrueckt,
eure (euch
vermissende) Ly
ps: ich habe, nur so
nebenbei(ohne Diaet) in den letzten 6 Monaten 13 Kilo abgenommen (Luke sogar 20! :) ).
Alles Babyspeck ist jetzt runter :) Und alles nur durch Sport und
viel Bewegung...und Durchfall in Phnom Penh...