Hallo,meine Lieben,
Dies wird ein sehr langer Blog.Ich habe so viel zu
berichten…
Perth Airport, 27.9.11, 4.00am
Ein komisches Gefuehl im Bauch. 363 Tage Australien, es war
wunderbar, anstrengend, ich fuehle mich reifer, erfahrener und aelter.
Irgendwie mag ich das und irgendwie auch nicht.
Nicht, dass ich nicht mehr die Chaos Ly bin…Chaos bin ich
immer noch, nur, dass es zu einer Art Chaos- Organisiertheit geworden ist. Irgendwie lag das vor allem auch an der
Tatsache, dass ich staendig arbeiten war. Ich bin zum Beispiel in dem ganzen
Jahr bei keinem Job auch nur einmal zu spaet gekommen. Schon bemerkenswert,
finde ich. Na, ausserdem habe ich natuerlich
alles selber organisiert und echt viel dazu gelernt.
Ich werde Australen, vor allem aber die guten Freunde die
ich hier kennengelernt habe, echt
vermissen. Aber das alles war ja erst der Anfang einer langen
Reise. Der richtige Teil faengt gerade
an!
Und ich steige jetzt ins Flugzeug!
Bali, Kuta 27.-30.9.11
Aus dem Flugzeug und rein ins Chaos. Am Checkout begruesst
einen schon das nette Schild “Death penalty for marihuana smuggle”…na, da freut
man sich doch. Es laeuft ueberall traditionelle indionesische Musik. Ein Taxi
von Denpasar nach Kuta kostet uns 50 000Rupien(Rp)(etwa 4,50 Euro). An der
Strasse wird man von etwa 5 Leuten die Minute angesprochen, die einem die
verschiedensten Dinge anbieten (wahlweise Sonnenbrillen, Kleider, “Taxi
Taxi???? , Viagra, Magic Mushrooms oder fuer die Jungs auch ab und zu eine Frau
zum mieten. ).
Wir finden ein recht guenstiges Hotel fuer 120 000Rp
(3.33Euro fuer jeden von uns die Nacht). Kaltes Wasser, typisch asiatische
Toilette( Loch im Boden und kein Klopapier, sondern ein Eimer Wasser) . Ich versuche
mich daran zu gewoehnen und es funktioniert auch, aber mein eigenes Klopapier
haben wir trotzdem immer dabei.
Kuta ist ein Touristenort, quasi “the party capital of
Indonesia”. Sehr sehr viele australische Touristen, aber auch internationale
Partywilde. Die betrunkenen Australier erkennt man hier in der Regel an einem
Oberteil mit “Bintang”-Aufschrift. Bali ist quasi ein bisschen wie das deutsche
Mallorca fuer die Australier, nur, dass es guenstiger ist.
An unserem ersten Tag in Kuta haben wir uns erstmal
richtigen Luxus gegoennt. Erst sind wir in paar Stunden durch Kuta gelaufen und
haben uns ein bisschen umgeschaut, dann sind wir Essen gegangen und dann gabs fuer uns seine
Massage und danach, ganz ertspannt, sind wir in eine Shisha Bar und haben einen
Cocktail getrunken und eine Shisha geraucht.
Am naechsten Tag sind wir morgens indonesisch Fruehstuecken
gegangen. Nasi goreng(gebratener Reis) mit kecup manis….hmmmm. Dann sind wir an
den Strand gegangen. Das Strassenchaos war am Anfang schon gruselig. Die
Balinesen hatten ganz schoen was zu lachen als wir veraengstigt am Strassenrand
gestanden haben und versuchten, ueber die Strasse zu kommen. Am naechsten Tag
sind wir dann nach Uluwatu, einem wunderschoenem Tempel an einer Klippe ganz im
Sueden von Bali. Ueberall waren Affen und es war eine wunderschoene Erfahrung.
| Gunung Kavi |
| Reisfelder Ubud |
| Schnecke Ubud |
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| Ubud |
| Menganan Island -tauchen |
| Menganan Island-tauchen |
| Lovina |
| Lovina |
Bali, Ubud, 1.10.11-
4.10.11
Und wie in Mallorca
ist es richtig schoen, wenn man erstmal von den Touri-Ecken wegkommt.Am
naechsten Tag sind wir dann mit nach Ubut, einer Stadt etwas mehr in den
Bergen, noerdlich von Kuta. Es ist dort etwas kuehler. Wir haben ein schoenen
Homestay gefunden, 130000 Rp fuer uns drei, mit Fruehstueck und heissem
Wasser. Auch haben wir uns Scooter gemieten, mit denen wir auch am
naechsten Tag durch die Gegend gefahren sind.
Zu dem Tempel Gunung Kavi zum Beispiel, welcher im 9.Jh erbaut wurde.
Der Tempel war auch echt interessant, richtig toll wurde es aber, als wir spontan
einen Jungelweg entlang Wasserfaellen
gelaufen sind.
Ubud haben wir fuer vier Tage genossen(wir sind meistens mit dem Scooter zu verschiedenen Orten
gefahren), dann gings weiter in den Norden nach Lovina.
Lovina, Bali, 4.-11.10.11
In Lovina angekommen und gleich ist ein Mann namens Katut
auf uns zugerannt und hat uns versucht, einen Instruction-Tauchgang
aufzuschwatzen. Seine nette Art und das gute Angebot brachten uns dann dazu,
den Tauchgang zu buchen. Ausserdem hat er uns abends zu seiner Familie zum Essen eingeladen. Wir haben einen
riesen Tunfisch gekauft und den dann ueber einem Kokusnussschalenfeuer
gegrillt. Fuer mich gabs Chap Chey, einer eigentlich chinesischen, aber
entzwischen in Indonesien ein oft gekochtes Gericht. So lecker!
Am naechsten Tag sind
wir dann nach Menjangan Island, erst mit dem Bus und dann mit dem Boot. Nach
kurzer Einweisung ging es dann mit Taucherausruestung ins Wasser und es war
wunderschoen. Es war so schoen, dass ich und Didi am naechsten Tag den
Tauchkurs fuer den Tauchschein gebucht haben. Die unglaublich vielen Farben unter
Wasser, die Korallen, die Stille…einfach alles…ich habe mich so wohl gefuehlt
und eine neue Leidenschaft entdeckt.
Gleich am naechsten Tag ging dann auch die ersten
Tauchstunden los, wie in der Schule. Lehrbuch lesen, Quize, Fragen
beantworten…und dann ab ins Schwimmbecken und unter Anweisung meines
Tauchinstructors Natfallsituationen simulieren.
Das war alles recht anstrengend, gerade auch, da Katut(was
in balinesisch uebrigens der 4. geborene bedeutet) uns eingeladen hat in seinem
Haus mit seiner Familie kostenfrei zu wohnen. Es war grossartig, sie waren so
gastfreundlich, dass kann man sich in Deutschland garnicht vorstellen. Es wurde
uns morgens frittierte Banane oder Bananapancake gemacht, nach dem Tauchen
haben wir dann zusammen gesessen und geredet, es wurde Gitarre gespielt und
dann gab es wieder Essen und wieder Essen…ich habe in Australien im Endeffekt
etwas abgenommen, aber nach den letzten 3 Wochen wird das vermutlich alles
wieder drauf sein, vermutlich auch plus;)
Na, am naechsten Tag sind wir wieder nach Menjangan Island
gefahren und dann ein grossartiger Moment:
eine etwa 1m grosse Meeresschildkroete ist mit uns geschwommen und dann im
weiten Ozean verschwunden. Ein Bild, da raubt es einem den Atem.
Am naechsten Tag sind wir an einem alten Schiffswrack
tauchen gewesen. Auch wunderschoen und dann ein weitere unglaublich schoener
Moment: Ein rieeeeeesiger Schwarm aus
etwa 60cm langen, grauen Fischen hat sich ueber dem Wrack versammelt. Es sah
aus wie ein grau silberner Tornado.
Na, zumindest sind wir dann hineingeschwommen und ich bin
umrandet von Fischen (ueber mir Fische, unter mir Fische, neben mir Fische…ich
habe, egal wo ich hingesehen habe, nur Fische gesehen…!).
Abends nach dem Tauchgang habe ich meine Pruefung
abgelegt…ich bin jetzt offiziell ein open water diver und kann ueberall in der
Welt tauchen gehen;)Didi auch.
Lombok, Gilli Islands und Materam, 11.-19.10.11
Und dann gings auch schon wieder zwei Tage spaeter weiter.
Wir liessen Bali hinter uns und es ging zu der naechsten Insel, nach Lombok. 13
Stunden spaeter erreichten wir nach einer Bemofahrt(teilweise waren in dem
kleinen Minibus 19 Menschen, in Deutschland duerfte es 9Personen sein. Plus Gepaeck,
viele viele Stohkoerbe und eine Frau
neben mir mit einem toten ausblutenden Huhn in einem Plastikbeutel. Definitiv
eine Erfahrung….)einer 4std Faehrenfahrt und einer Autofahrt Singiggi. Nach
etwas Schlaf ging es in einer weiteren Bemofahrt, einer Kutschenfahrt, einer
weiteren Schiffsfahrt nach Gilli Air, einer traumhaften kleinen Insel. Umrundet
von Korallenriffen,bevoelkert von Dude’s , keine Polizei, nur ein
Dorfoberhaupt, der Angelegenheiten regelt. Unsere Unterkunft unser eigenes
Bambushaus, wie in einem Karibik-Katalog. Auf unserem kleinem Balkon eine
Haengematte. Ein Kingsize Bett fuer mich und Luke, Didi auf einer Matratze auf
dem Boden.
| Lovina |
| Vulkanquellen Lovina |
| Fischer Lovina |
| Markt Singeraja |
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Die Dudes in unserem Haus waren so relaxed…unglaublich. Wir
haben uns gleich mit ihnen und noch ein paar Deutschen und Schweizern angefreundet. Jeden Abend haben wir
zusammengegessen. Manchmal haben die Jungs uns dann eine Kokusnuss von der
Palme geholt und da haben wir dann gesessen, ein paar Meter vom Strand
entfernt.
Takka, der Besitzer des Hotels, hat sich auch mit uns
angefreundet und dann hat er und die Crew fuer uns gekocht und was sie
zubereitet haben laesst sich in Worten nicht beschreiben. Mit aller Muehe
nicht.
Unser Leben auf Gilli Air sah eigentlich so aus…wir sind
aufgestanden wenn wir und wie aufstehen fuehlten, fruehstuecken, schnorcheln,
vielleicht wieder etwas essen, wen wir Lust darauf hatten. Wir haben 2 Tage nicht einmal auf die Uhr
geschaut und groesstenteils eigentlich nur eins gemacht…gechillt. Abends haben
wir dann zusammen gesessen und geredet. Dann ins Bett. Wie die Koenige.
Nach ein paar Tagen mussten wir dan leider wieder los, es
ging nach Materam. Takkas Familie wohnt hier und er hat uns zum Essen
eingeladen.
Zwei nicht sehr ereignisreiche Tage dort, dann gings mit Bemo's nach Kuta Lombok. Es ist hier wunderschoen...ich schreibe das naechste mal etwas mehr...heute waren wir wandern und morgen gehts mit dem scooter los;)ihr werdet es ja lesen...
Fuehlt euch gedrueckt, eure Lydia…
ps: leider kann ich gerade keine Bilder beifuegen..internet ist zu langsam;)
pss: ich habe mir in Australien ein Lippenpircing machen lassen